Ein interaktives Online-Workshop-Protokoll zum Workshop auf dem Karmakonsum Greencamp 2012.
Regionale Netzwerke für Nachhaltigkeit sind wichtig – für den Austausch von Wissen und Kenntnissen, um Zusammenarbeiten anzuschieben, und um sich gegenseitig zu motivieren. Aber was gibt es wo? Eine Liste!
3plusX
Leider grad eingestellt – aber die Mailing-Liste hat überlebt. Oft gings um Medien, Konsum und Design – die Gruppen waren aktiv in Berlin, Köln und Brüssel.
Agenda 21
Der Agenda21-Prozess wurde vor 20 Jahren in Rio angestoßen – es gibt eine Reihe lokaler Gruppen, in denen engagierte Bürger vor allem politische Arbeit leisten. Mit etwas eingestaubten Internetseiten, aber aktiv zum Beispiel in Darmstadt, Hannover oder Frankfurt.
Gemeinwohl-Ökonomie
Einiges an Aufmerksamkeit hat die Gemeinwohl-Ökonomie auf sich gezogen – mittlerweile auch in regionale Gruppen, die sich mit den Themen und Theorien beschäftigen. In den üblich größeren Städten, aber auch kleineren wie Karlsruhe, Krefeld, Stockach oder Weißenfels.
N-Klub
Der N-Klub bringt lokal Denker und Macher für Nachhaltigkeit zusammen. Organisiert von der PR-Agentur Preventas, mit Funk- und Fernsehstars als Gastgebern und “invitation only” gibt es den N-Klub in Hamburg, Hannover und, seit neustem, Köln.
oikos-Gruppen
oikos-Lokalgruppen setzen sich an Wirtschaftsfakultäten für Nachhaltigkeit ein. International mit Ursprung in St.Gallen, aber zum Beispiel in Bayreuth, Köln, Hamburg oder Konstanz, treffen hier Krawatten und Unique Selling Points auf die Ökobewegung.
Mentoring-Programme
Mentoring-Programme bringen gestandene Manager mit sozial-ökologischen Interesse in Kontakt mit NGOs oder anderen Nachhaltigkeits-Organisationen. Beispiele sind Common Purpose und Heldenrat.
sneep Lokal-gruppen
Ähnlich wie oikos, aber jünger und auf Deutschland fokussiert, geht es bei sneep um das Thema Wirtschaftsethik an Universitäten. Zum Beispiel in Lüneburg, Passau oder München machen sich nicht nur Wirtschaftler, sondern auch angehende Theologen und Philosophen Gedanken über eine bessere Wirtschaft.
Socialbar
Die Socialbar bringt NGOs und die Web-Szene zusammen – zu Themen wie Online-Fundraising oder -Campaigning. Es wird viel getwittert, und für Laien sogar erklärt, wie das wohl geht. In 19 deutschen Städten, ursprünglich aus Berlin, aber auch groß zum Beispiel in Stuttgart oder Köln.
Tauschringe
Weg vom Geld und Konsum – hin zum gemeinsamen Nutzen, darum geht es bei Tauschringen. In München und Zürich sind sie aktiv, und auch in vielen anderen Städten kann man gebrauchte aber brauchbare Gegenstände, aber auch Haarschnitte gegen Klavierunterricht tauschen.
The Hub
Lokales Co-Working für Nachhaltigkeit – dies ist The Hub. In schicken Büros kann man Schreibtische, Meetingräume und Eventspace mieten – und wird in eine lokale und globale Nachhaltigkeits-Gründer-Gemeinschaft aufgenommen. Gegründet und stark in London gibt es ihn mittlerweile auch in Zürich und Wien, deutsche Örtlichkeiten sind in der Planung..
Transition Town
Ursprünglich entstanden in Totnes, England, hat sich Transition Town mittlerweile weltweit ausgebreitet. Es geht um Peak Oil und Klimawandel, aber vor allem um urbanes Gärtnern, Teilen- und Tauschen, und Alternativwährungen. Mehr Batik als Seide. In Deutschland groß in Bielefeld, Freiburg oder Bonn.
Urbane Gärten
Hier wird nicht nur Gemüse angebaut – sondern mit trifft auch, ganz nebenbei und mit den Händen in der Erde wühlend, andere Nachhaltigkeits-Aktive. Beispiele ist der Prinzessinengarten oder das Tempelhofes Feld in Berlin, Neuland in Köln, oder Urban Gardening in Freiburg.
utopia Stammtische
utopia ist primär ein Online-Netzwerk für “strategischen Konsum” – seit einiger Zeit gibt es aber auch lokale Community-Treffen und Stammtische. Zum einen in der Stammstadt München, aber auch in Münster und Hannover.
Wachstumswende
Ein neues Netzwerk das wohl noch im “Testlauf” ist – hier geht es vor allem um inhaltliche Arbeit rund um die Themen “Suffizienz” und “Post-Wachstums-Ökonomie”
Die Liste ist ein kleiner Anfang – weitere Netzwerke bitte gerne unten als Kommentar einfügen!
One Response to Regional für Nachhaltigkeit Netzwerken – aber wie?
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Danke für den hervorragenden Anfang!